Was wir glauben


...über Gott


Es gibt nur einen Gott. Gott ist eine ewige, unveränderliche Person. Er ist vollkommen in Heiligkeit, Kraft, Weisheit, Gerechtigkeit, Güte, Liebe und Barmherzigkeit. Er ist der einzige Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er existiert in Einheit von drei Personen: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. (5.Mo. 6,4; Mk. 12,29; Jak. 2,19; 1.Tim. 2,5; 1.Mo.1,1; Röm. 11,33-36; Mt. 28,19; 3,16f)

...über Jesus Christus


Jesus von Nazareth ist der verheißene Retter und Messias des Alten Testaments. Mehr noch: Er ist der ewige, eine Sohn Gottes, also eine Person der Gottheit. Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person. Er wurde durch das Wunder der Jungfrauengeburt der Sohn einer Frau, die ihrem Wesen nach sündig war, wie wir alle. Allerdings war er selber seinen Taten und seinem Wesen nach sündlos. Er starb am Kreuz als verurteilter Gotteslästerer. Durch diesen Tod erfüllte er jedoch den Plan Gottes, nahm stellvertretend die Strafe für unsere Sünden auf sich und wurde so zum Heiland der Welt. Wie er es vorhergesagt hatte, ist er nach drei Tagen leibhaftig von den Toten auferstanden. Danach ist er 40 Tage lang verschiedenen Menschen in unterschiedlichen Situationen begegnet, bevor er dann vor den Augen seiner Jünger in den Himmel aufgefahren ist. So ist er von Gott zum Herrscher des Universums und zum Richter aller Menschen gemacht worden. Christen warten auf den Tag, an dem er wiederkommen wird und seine gegenwärtig noch verborgene Herrschaft sichtbar werden wird. (Mt.1,20; 2.Kor. 5,21; Hebr. 4,15)

...über den Heiligen Geist


Die dritte Person der Gottheit ist der Heilige Geist. Er ist es auch, der in Sündern das Bewusstsein von der Tatsache ihrer Verlorenheit und von der Wahrheit des Evangeliums erzeugt. Er bringt alle an Christus Glaubende zur Wiedergeburt, wohnt in ihnen und ermöglicht ihnen, ein Leben zu führen, das Gott gefällt. (Joh. 4,24)

...über den Menschen


Die Würde des Menschen besteht darin, dass er im Bilde Gottes erschaffen wurde. Durch Adams und Evas Sünde kam das Elend der Gottentfremdung und damit des Todes in die Welt. Obwohl seit diesem geschichtlichen Ereignis alle Menschen ihrem Wesen nach sündhaft sind, ist jeder einzelne durch seine persönlichen Sünden für seine Gottentfremdung verantwortlich. Sünde ist jedes Verhalten des Menschen, das durch Nichtanerkennung der Autorität Gottes über sein Leben geprägt ist. Die Folge der Sünde ist der Zorn Gottes und die Strafe für Sünde ist der Tod. So ist der Mensch ewig verloren. Dass Errettung aus diesem Zustand möglich ist, ist ausschließlich eine Sache der Gnade Gottes. Die Grundlage dieser Errettung ist ausschließlich das stellvertretende Sterben Jesu, wodurch die Vergebung der Sünden möglich geworden ist. Konkret erfolgt die Errettung eines Menschen ausschließlich wegen seines Glaubens und völlig unabhängig von irgendwelchen Leistungen. Das Evangelium besteht darin, dass jeder, der seine Sünden und seine Sündhaftigkeit bekennt und bereut, die Autorität Gottes über sein Leben anerkennt und an Jesus Christus als seinen Retter glaubt, für alle Ewigkeit errettet ist. Auch wenn der Geist Gottes den Sünder zu einem erneuerten Leben führt, tragen die Menschen auch noch die alte, sündige Natur in sich und sind ihr Leben lang völlig auf die vergebende, erziehende und reinigende Gnade Gottes angewiesen. (1.Mo.1,26; 1.Mose 3,22-24; Röm.5,12-14; Röm.6,23)

...über die Gemeinde


Weil alle, die an Jesus Christus glauben, den Heiligen Geist in sich wohnen haben, bilden sie eine geistliche Gemeinschaft: die Gemeinde. Diese universale Gemeinde besteht seit dem Pfingstereignis in Jerusalem und bis zur Entrückung der Gläubigen aus dieser Welt. Gläubige aus allen Völkern, Kulturen und Gesellschaftsschichten, wiedergeboren durch den Glauben an Christus und gereinigt durch sein Blut, wissen sich herausgerufen aus der gottfeindlichen Welt zur Gemeinschaft mit Gott. Sie sind durch den Geist Gottes zu „Gliedern des Leibes Christi“ (der „Gemeinde“, der „Kirche“ oder auch der „Versammlung“) gemacht geworden, dessen „Haupt“ Christus ist. Jede örtliche Gemeinde soll ein Abbild der universalen Gemeinde sein. Die örtliche Gemeinde ist eine Vereinigung von Gläubigen, die sich zur Anbetung Gottes und zur Feier des Abendmahls, zur gegenseitigen Glaubensförderung durch die Belehrung aus der Bibel, zur Pflege der Gemeinschaft, zum christlichen Dienst und zum Zeugnis für ihre Umgebung organisiert haben. Es gibt nach der Bibel keine Unterscheidung von sogenannten „Laien“ und „Geistlichen“. Jeder Gläubige hat unmittelbaren Zugang zu Gott und braucht auch im Gottesdienst keinen autorisierten Vermittler.